Käsehobel für Tête de Moine
40,15 €
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage
Tête de Moine wird nicht geschnitten, sondern geschabt. Die Mönche der Abtei Bellelay im Berner Jura taten das jahrhundertelang mit dem Messer, in dünnen Spänen von der Schnittfläche. Anfang der achtziger Jahre baute ein Feinmechaniker aus dem Jura eine Kurbelvorrichtung dafür: ein Dorn durch die Mitte des Laibs, eine seitlich geführte Klinge, ein Griff. Seither dreht das Gerät den Käse zu Rosetten, und der Absatz dieses Käses hat sich danach vervielfacht.
Warum die Rosette mehr hergibt
Es geht dabei nicht um Optik. Der gefältelte Span hat gegenüber der glatten Scheibe ein Vielfaches an Oberfläche. Aromastoffe brauchen Luft, um wahrnehmbar zu werden, und genau die bekommen sie hier. Derselbe Käse wirkt als Rosette intensiver und blumiger denn als Würfel — das lässt sich nebeneinander ausprobieren.
Das Gerät besteht aus einem Holzbrett und einer Kurbel aus Edelstahl, die Klinge lässt sich zum Reinigen abnehmen. Ein ganzer Laib wird halbiert und mit der Schnittfläche nach oben auf den Dorn gesteckt, dann läuft es von allein.
Ein Hinweis aus der Praxis: Die Rosetten gelingen nur bei kühlem Käse. Wird der Laib zu warm, schmiert der Span, statt sich zu locken — also erst kurz vor dem Servieren aus der Kühlung holen und zwischendurch zurückstellen. Die Rinde weicht beim Schaben von selbst zur Seite und kommt nicht mit auf den Teller.
Versand mit DHL. Ab 60,00 € Bestellwert liefern wir versandkostenfrei.