Castell Castell Silvaner
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Am 10. April 1659 wurde in Castell zum ersten Mal Silvaner gepflanzt. Dass sich das Datum überhaupt noch nennen lässt, liegt am Archiv: Die Weinernte- und Kellerverzeichnisse des Hauses reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück und wurden lückenlos aufbewahrt. Die Rebe hieß in Deutschland damals noch Österreicher, nach der Richtung, aus der sie gekommen war.
Castell liegt an den Hügeln des Steigerwalds, wo seit tausend Jahren Wein wächst; das Weingut ist im Besitz der Familie zu Castell-Castell. In Franken ist der Silvaner heute Leitrebsorte und nimmt mit rund dreißig Prozent der Fläche mehr Raum ein als in jedem anderen deutschen Anbaugebiet. Der Untergrund ist Gipskeuper, und der prägt: Er bringt die klare, kühle Art hervor, für die fränkischer Silvaner steht.
Im Glas Apfel und Birne, dazu eine trockene Note von Stroh und ein blütiger Anflug darüber. Im Mund bleibt er schlank, spritzig, mit feiner Frucht und ohne jede Üppigkeit. Zwölf Volumenprozent.
Gut gekühlt einschenken, aber nicht eiskalt, sonst verschwindet die Blüte. Auf dem Käsebrett ist er der Wein für alles von der Ziege: Ziegenfrischkäse, Selles-sur-Cher, Rouelle, Tomme de Chèvre, Chèvre Rove Thym, Wertacher Goaß. Säure trifft auf Säure, und statt sich zu bekämpfen, machen sich beide leichter. Ein Bayerischer Camembert passt ebenso.
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| Alkoholgehalt: | 12 Vol.% |
|---|---|
| Aromatik: | Apfel und Birne, gepaart von Noten von Stroh, Blüten-Aromatik |
| Rebsorte: | Silvaner |
| Region: | Deutschland, Franken |
| Weingut: | Fürstlich Castell‘sche Domäne |
| Weinstil: | Weißwein |