Die bayerischen Schmankerl
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Acht Wochen, länger hält das Tölzer Mühlfeldbräu in dieser Kiste nicht. Das ist keine Schwäche, sondern die Folge einer Entscheidung: Das Vollbier bleibt ungefiltert und kommt ohne Konservierungsstoffe aus. Hefe und Trübstoffe bleiben in der Flasche, und was drin bleibt, arbeitet weiter. Ein Bier also, das man trinkt, solange es jung ist.
Gebraut wird es im Mühlfeldviertel von Bad Tölz, in einem der ältesten Brauhäuser der Stadt, nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Vier Rohstoffe, mehr braucht es nicht. In der Kiste steht eine Flasche mit 0,33 Litern und 5 Prozent Alkohol. Ungefiltert heißt auch: Die Flasche sollte vor dem Öffnen eine Weile ruhig stehen, sonst steigt der Bodensatz mit ins Glas.
Daneben liegen 500 Gramm Käse aus der deftigen Ecke: naturbelassen, aus der Milch von Kühen, die auf saftigen Almwiesen mit würzigen Kräutern stehen. Solche Käse suchen keinen Ausgleich, sie setzen einen Kontrapunkt — und genau den verträgt ein ungefiltertes Bier.
Zur Brotzeit: Den Käse in fingerdicke Scheiben schneiden, dazu ein kräftiges Bauernbrot, einen gesalzenen Radi und ein Stück Butter. Das Bier kühl servieren, aber nicht eiskalt — zu kalt gibt ein ungefiltertes Bier wenig her. Was vom Käse übrig bleibt, hält sich in Papier gewickelt im Gemüsefach besser als in Folie.
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