Nero d'Avola
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Der Name ist eine Ortsangabe mit Farbe: der Schwarze aus Avola, einer Kleinstadt an der Südostküste Siziliens. Ihr zweiter Name lautet Calabrese, obwohl die Sorte in Kalabrien kaum zu finden ist. Auf Sizilien dagegen steht sie auf rund achtzehntausend Hektar und ist damit die wichtigste rote Rebsorte der Insel.
Lange war sie vor allem ein Verschnittwein, der anderswo Farbe und Kraft liefern sollte. Erst seit den Neunzigerjahren wird sie ernsthaft sortenrein ausgebaut — und zeigt, was sie kann: rote Früchte in der Nase, schwarzer Pfeffer am Gaumen, ein Tannin, das spürbar ist, ohne trocken zu ziehen. Der Wein bleibt harmonisch und ausgewogen, ohne schwer zu werden.
Genossenschaft statt Gutshof
Die Kellerei entstand 1969 im Gefolge der sizilianischen Bauernbewegung, in der Provinz Agrigent. Zahlreiche Bauern brachten ihre Flächen ein, weil sie dasselbe Wert- und Kulturerbe teilten. Das ist Weinbau an der Grenze des Möglichen: Wasser ist knapp, und die Bedingungen ändern sich hier innerhalb weniger Kilometer.
Sechzehn Grad genügen, wärmer wird der Pfeffer breit. Auf dem Käsebrett findet er zu kräftigen Partnern: ein Pecorino mit Trüffel, ein gereifter Gouda von Jerseykühen, eine Fontina aus dem Aostatal. Zu Gegrilltem und zu Auberginen aus dem Ofen passt er ohnehin.
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| Alkoholgehalt: | 13% Vol. |
|---|---|
| Aromatik: | Rote Früchten und schwarzer Pfeffer; harmonisch, ausgewogen, angenehm tanninhaltig. |
| Rebsorte: | 100% Nero d’Avola |
| Region: | Italien, Sizilien |
| Weingut: | Weingut Canciatti |
| Weinstil: | Rotwein |