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Wie bewahre ich Käse am besten auf?

Käse ist lebendig. Er reift weiter, atmet, gibt Feuchtigkeit ab und nimmt Gerüche auf. Wer ihn richtig lagert, hat wochenlang Freude daran – wer ihn falsch lagert, merkt es innerhalb weniger Tage.

Die drei Regeln, auf die es ankommt

  1. Kühl, aber nicht eiskalt. 4 bis 6 °C sind ideal, für Frischkäse 2 bis 4 °C. Im Kühlschrank ist das Gemüsefach der richtige Platz – dort ist es am wärmsten und am feuchtesten.
  2. Atmen lassen, nicht ersticken. Käse braucht etwas Luftaustausch. Frischhaltefolie direkt auf der Rinde ist der häufigste Fehler.
  3. Getrennt lagern. Käse nimmt Fremdaromen an. Ein Époisses neben der Butter macht aus der Butter einen Époisses.

Was gehört in welche Verpackung?

SorteVerpackungTemperaturHält etwa
Frischkäse, Ricotta, Faisselleverschlossene Dose, im eigenen Sud2–4 °C3–5 Tage
Weichkäse mit WeißschimmelKäsepapier, locker in einer Dose4–6 °C1–2 Wochen
Rotschmier-KäseKäsepapier, Dose gut schließen4–6 °C1–2 Wochen
SchnittkäseKäsepapier oder Folie4–6 °C2–3 Wochen
HartkäseFolie oder Käsepapier, Schnittfläche abgedeckt4–6 °Cmehrere Wochen
BlauschimmelkäseAlufolie, getrennt von anderem Käse4–6 °C2–3 Wochen

Warum Käsepapier und nicht Frischhaltefolie

Käsepapier ist beschichtetes Papier: Die Innenseite hält Feuchtigkeit im Käse, die Außenseite lässt Gase entweichen. Frischhaltefolie kann das nicht. Unter Folie schwitzt Weichkäse, die Rinde wird schmierig und riecht nach Ammoniak. Bei festem und halbfestem Käse und bei Frischkäse ist Folie dagegen in Ordnung, weil dort weniger Gas entsteht.

Wenn Sie Ihren Käse bei uns bestellen, kommt er im Käsepapier zu Ihnen. Nehmen Sie ihn aus der Umverpackung und lassen Sie ihn darin – das ist die beste Aufbewahrung, die Sie zu Hause haben.

Die Kunststoffdose als Käsekeller

Legen Sie die eingeschlagenen Stücke in eine flache Dose und schließen Sie sie – aber nicht luftdicht: Ein Stück Küchenpapier am Boden nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf, der Deckel hält den Geruch drinnen. So bleibt die Luftfeuchte hoch genug, dass der Käse nicht austrocknet, und andere Lebensmittel bleiben unbehelligt.

Häufige Fehler

  • Käse einfrieren. Das Wasser im Teig kristallisiert, die Struktur bricht. Nach dem Auftauen ist der Käse bröselig. Für Hartkäse zum Überbacken ist es vertretbar, sonst nicht.
  • Angeschnittene Fläche offen lassen. Sie trocknet innerhalb eines Tages aus. Immer abdecken.
  • Alles in dieselbe Dose. Blauschimmel wandert. Er setzt sich auf jedem Nachbarn ab, der es feucht genug hat.
  • Zu kalt lagern. Bei 1 °C stellt der Käse die Reifung ein und verliert Aroma, das er nicht zurückbekommt.

Woran erkennt man, dass Käse nicht mehr gut ist?

Nicht am Datum, sondern an Geruch und Aussehen. Ein Weichkäse, der stechend nach Ammoniak riecht, ist überreif. Rosa oder schwarze Flecken auf Schnitt- und Hartkäse gehören nicht dazu – sortenfremder Schimmel wird großzügig weggeschnitten oder mit Salzwasser abgewaschen. Mehr dazu steht unter Schimmel auf dem Käse.

Kurz beantwortet

Wo im Kühlschrank lagert man Käse am besten?

Im Gemüsefach. Dort ist es mit 4 bis 6 °C am wärmsten und die Luftfeuchte am höchsten.

Wie lange hält Käse nach dem Anschneiden?

Frischkäse drei bis fünf Tage, Weichkäse ein bis zwei Wochen, Hartkäse mehrere Wochen – vorausgesetzt, die Schnittfläche ist abgedeckt.

Kann man Käse einfrieren?

Technisch ja, sinnvoll nur bei Hartkäse zum Überbacken. Weich- und Schnittkäse verlieren dabei Struktur und Aroma.

Warum riecht mein Weichkäse nach Ammoniak?

Er ist überreif oder lag zu dicht verpackt. Ein leichter Ammoniakhauch verfliegt, wenn der Käse eine halbe Stunde offen liegt. Bleibt er stechend, ist der Käse über den Punkt.

Weiterlesen: Ziegenkäse richtig aufbewahren · Bei welcher Temperatur Käse servieren · Zubehör für die Aufbewahrung

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