Chardonnay von Gesellmann
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Deutschkreutz im Mittelburgenland ist Blaufränkisch-Land, und auf dem Gut Gesellmann stehen ganz überwiegend rote Sorten. Der Chardonnay ist hier die Ausnahme — und wird entsprechend behandelt: nicht als Nebenprodukt, sondern als eigene Handschrift.
In der Nase gelbe und exotische Früchte, Ananas darunter, dazu eine würzige Spur. Am Gaumen bleibt der Wein glasklar und fruchtig, mit reifen Traubenaromen und einer Säure, die den nächsten Schluck holt, statt ihn zu bremsen. Der Abgang ist apart und trocken, das Ganze knackig statt breit — klassisch österreichische Stilistik, ohne die dicke Butter-Vanille-Schicht, die man dieser Rebsorte anderswo verpasst.
Wo das herkommt
Den Wendepunkt setzte Engelbert Gesellmann in den Achtzigerjahren, als er internationale Sorten auspflanzte und sie in französischen Barriques ausbaute — ein Meilenstein nicht nur für die Familie, sondern für den burgenländischen Weinbau insgesamt. Das Wissen mehrerer Generationen wird auf diesem Gut nicht konserviert, sondern regelmäßig neu befragt.
Gut gekühlt bei acht bis zehn Grad servieren, aber nicht eiskalt — sonst verschwindet die exotische Frucht hinter der Säure. Zu Ziegenkäse ist dieser Wein in seinem Element: Chabichou, Selles-sur-Cher, eine junge Tomme de Chèvre. Auch ein Schafskäse aus den Bergen hält gut mit.
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| Alkoholgehalt: | 13% vol |
|---|---|
| Aromatik: | Ein knackiger Chardonnay in klassisch österreichischer Stilistik. Mit fruchtigen Aromen, feinem Säurespiel und apartem Abgang. |
| Rebsorte: | Chardonnay |
| Region: | Burgenland Österreich |
| Weingut: | Weingut Gesellmann |
| Weinstil: | Weißwein |